Der Landesbezirk Oldenburger-Münsterland / Hümmling

Kurzbiografie

Dem Landesbezirksverband Oldenburger Münsterland/Hümmling gehören heute  24 Schützenbruderschaften und Schützengilden an. Er ist hervorgegangen aus dem „Bezirksverband Südoldenburg“, der im Jahre 1935 im Hotel Drei Kronenin Vechta  von Generalpräses  Dr. Louis gegründet wurde.

Erster Bundesmeister war Franz Windeler ,der dieses Amt 33 Jahre innehatte.1948 erfolgte eine Namensänderung in „ Bezirksverband Südoldenburg - Hümmling  Im Jahre 1962 führte der Bezirksverband erstmals  eine Fußwallfahrt der Schützen zur Wallfahrtskirche in  Bethen durch. Seit 1980 findet die Fußwallfahrt mit einer Streckenführung von fast 5 Kilometern in jedem Jahr statt und es nehmen regelmäßig etwa 800 Schützenmitglieder der 24 Bruderschaften und Gilden des Landesbezirksverbandes teil. Kaplan Wilhelm Möller löste im Jahre 1963 Kaplan Franz Quatmann als Präses ab.

Der damalige Bezirksverband Südoldenburg-Hümmling wurde 1966 unterteilt in die Bezirke Cloppenburg, Vechta und Hümmling. Das erste Bundeskönigsschießen im Bezirksverband konnte im September 1967 in Cloppenburg ausgerichtet werden. Auf diesem Fest gelang es Hubert Bremer aus der Schützenbruderschaft Vahren(Cloppenburg) die Würde des Bundesprinzen zu erringen. Bei einer Neugliederung im Jahre 1969 wurde der Diözesanverband Münster des Bundes der Historischen Schützen in die drei heutigen Landesbezirke aufgeteilt,den Landesbezirksverband Niederrhein, den Landesbezirksverband Münsteund den hiesigen Landesbezirksverband Südoldenburg –Hümmling. Mit dieser Neugliederung wurde 1968 Wilhelm Kreutzmann aus Peheim  neuer Landesbezirksbundesmeister. Seit 1970 werden die Landesbezirksjungschützenmeister direkt von den Jungschützen gewählt. Kaplan Hubert Quebbemann wurde 1971 neuer Landesbezirkspräses. Auf Mitinitiative von August Deeken  aus Molbergen konnte 1973 das Missionswerk des Landesbezirksverbandes gegründet werden,das durch Sammlungen und Spenden innerhalb des Landesbezirksverbandes getragen wird und seitdem sehr erfolgreich mildtätige Zwecke finanziell unterstützt. Im gleichen Jahr fand ein Bundesjungschützentag  in Emstek statt. 1975 wurde Ewald Hüsing aus Emstek neuer Landesbezirksbundesmeister. Zwei Jahre später trat eine neue Geschäftsordnung des Landesbezirksverbandes in Kraft und seitdem gehören die Bezirksschießmeister und die Bezirksjungschützenmeister zum Landesbezirksbruderrat. Neuer Landesbezirkspräses wurde im Jahre 1981 Pfarrer Heinrich Rießelmann aus Langförden und im gleichen Jahr konnte eine Standarte  für die Jung- und Altschützen des Landesbezirks angeschafft werden. Das zweite Bundeskönigsschießen innerhalb des Landesbezirksverbandes fand 1982 in Vechta statt. Die Ausrichtung dieses gelungenen Festes wurde für den Landesbezirksverband ein schöner Erfolg.

Nachdem der Garreler Gildenvorsitzende Paul Holthaus bereits auf der Haupttagung 1988 in Petersdorf einen entsprechenden Antrag  gestellt hatte, konnte 1993 das dritte Bundeskönigsschießen innerhalb des Landesbezirksverbandes in der Gemeinde Garrel ausgerichtet werden. Bei schönem Wetter und vielen Teilnehmern, besonders auch aus den Diözesanverbänden, wurde dieses ein Fest “Aller erster Sahne“, wie der Bundesschützenmeister Hermann Macher in einer Abschlussbesprechung sagte.  Aus gesundheitlichen  Gründen gab Ewald Hüsing 1994 sein Amt ab und Heinz Wilken aus Varrelbusch wurde neuer Landesbezirksbundesmeister.Ewald Hüsingwurde Ehrenlandesbezirksbundesmeisterund mit demGolden Stern mit Urkunde ausgezeichnet.Im Mai 1996 fand in Vechtader Bundesköniginnentag statt und somit ist Vechtadie einzige Stadt, in der alle drei großen Feste des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften ausgetragen wurden.

Auf dem 11. Europäischen Schützentreffen 1996 im holländischen Haaksbergen konnte  Wilfried Stammermann  aus Markhausen die   Europakönigswürde für den Landesbezirksverband erringen. Einen weiteren großen Schießerfolg für den Landesbezirksverband fügte Dirk Schnieder aus Molbergen 1997 auf dem Bundesfest in Coesfeld mit dem Erringen der Bundesprinzenwürde hinzu. Beim Bundesfest 1998 in Düren krönte Reinhold Timmermann aus Thüle mit dem Erreichen der Bundeskönigswürde die Schießleistungen von Mitgliedern des Landesbezirksverbandes.  Seit  dem Jahre 1997 übt Pfarrer Martin Knipper aus Goldenstedt das Amt des Landesbezirkspräses aus.   Der Europakönig Wilfried Stammermann wurde im August 1998 von einer großen Abordnung von 330 Schützenschwestern und Schützenbrüdern aus dem Landesbezirksverband nach Krakau zum dortigen 12. Europäischen Schützentreffen begleitet. Diese Abordnung konnte durch das Verteilen von Informations- und Werbematerialien auf das nachfolgende  Europaschützentreffen hinweisen. Denn bereits Ende 1997 hatte die Plenarversammlung der EGS beschlossen, die Austragung für das Europaschützenfest 2000 in die Grenzen des Landesbezirksverbandes nach Garrel zu vergeben.

Zur Vorbereitung diese Festes wurde 1998 gemeinsam mit der St.-Johannes Schützengilde Garrel und der Gemeinde Garrel ein Organisationskomitee gebildet, in dem vom Landesbezirksverband der Europakönig  Wilfried Stammermann  und der Landesbezirksbundesmeister Heinz Wilken mitwirkten.  Die Haupttagung 1999 in  Garrel/Beverbruch verabschiedete schließlich die Namensänderung des Landesbezirksverbandes in den jetzigen  „Landesbezirksverband „ Oldenburger Münsterland/Hümmling“.