Chronik des Diözesanverbandes Münster

Einleitung

Historische Schützenbruderschaften -gilden und -vereinen in Deutschland und Europa

Schützenbruderschaften in Deutschland nehmen einen vorrangigen Platz ein – unter den Vereinen und Vereinigungen, die es im Lande gibt- es sind deren sicher einige zigtausend. Das äußere Erscheinungsbild nicht nur allein, sondern die Betätigung im Schießsport und viele andere Aktivitäten, lassen mehr sein als nur Bürgervereine im besonderen Sinne.

Viele Jahrhunderte über haben diese Aktivitäten bereits Bestand und die heutigen Mitgliederzahlen zeigen, dass die alten Ideale und Ziele selbst in unserer Zeit noch eine Marktlücke ausfüllen und kaum an Aktivität eingebüßt haben.

Im Wechsel der Zeiten und unter den geänderten gesellschaftlichen Bedingungen nehmen die Schützenbruderschaften heute ihre Bedeutung und möglichen Aufgaben wahr z.b. in der Intregation der alteingesessenen und der hinzugezogenen Bürger.

Geschichte

Einen genauen zeitlichen Beginn der Schützengeschichte zu geben ist kaum möglich, da es nicht einen Punkt gibt, an dem alles begann. Zur Geschichte selbst kann grundsätzlich folgendes gesagt und ausgeführt werden.Die Schützen standen in den früheren Zeiten im Dienst der Landesherren Schützenbruderschaften und –vereine als Vereinigung in der Kirche. Die ältesten Schützengesellschaften entstanden gegen Ende des 14. und zu Beginn des 15.Jahrhunderts. Zum Schützendienst war jeder verpflichtet „Den Dienst mit der Waffe auf Wällen und zu Felde“ zu leisten. Die Selbstverteidigung war eingeschlossen, um „ Straßenschinder, Freibeuter und sonstigen Personen, die seyen zu Pferde oder zu Fuß, in Büschen, Herbergen, Scheunen, Ställen und uff dem Felde aufzupassen und das Handwerk zu legen“.

Die kirchliche Gründung der Bruderschaften ist auf eine Bewegung aus Flandern zurück zuführen. Es bildeten sich Gebetsbruderschaften, Bruderschaften zur Armenspeisung, Bruderschaften für Wallfahrten, Krankenpflege-, Pest-, Brand- oder vom guten Todbruderschaften. Ihre Mitglieder hatten sich zur Aufgabe gestellt für die Armen und Kranken da zu sein, Opfer und Spenden für den Gottesdienst zu sammeln, Sorge für den kranken Menschen, Sorgen für das christliche Begräbnis und überhaupt Werke christlicher Nächstenliebe zu leisten, bei Brand- und Überschwemmungsgefahren den Notleidenden in jeder Lage beizustehen.

Diese Aufgaben werden noch heute von vielen Bruderschaften ausgeübt wie zum Beispiel: Seniorennachmittagen, Spendensammlung für notleidende Menschen, die dritte Welt, Kinderhorte, Kranken- und Waisenhäuser und Bruderschaftsessen usw..

Im „Dritten Reich“ waren die Bruderschaften verboten worden. Nach dem 2.Weltkrieg nahm der „ Deutsche Schützenbund“ 1951 wieder seine Verbandstätigkeit auf – ihm angeschlossen der „ Zentralverband der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften“.

Dieser Zentralverband war 1928 als „ Erzbruderschaft vom hl. Sebastianus“ Gegründet worden, um in Verbindung mit der kath. Kirche das Traditionsgut der Schützen zu pflegen. Die Gründung des Zentralverbandes wurde auch durch sich gründende Bezirks- und Kreisverbände in den Dekanaten der Diözesen angeregt. So gründete sich 1925 der Schützenbund Rhein-Wupper, zu der die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Leverkusen-Büring gehörte, deren Präses der spätere Generalpräses Dr. Peter Louis war. Er griff die Idee des Schützenkommandanten der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Schlebusch auf, der ebenfalls dem Schützenbund Rhein- Wupper angehörte- die alte Schützenbruderschaften im Rheinland und Westfalen zu einem Bund zusammenzufassen.

Der erste Delegiertentag fand auf Ostermontag 1946 in Leverkusen-Büring für die Bruderschaften zwischen Köln und Düsseldorf statt. Eine Delegiertentagung der Kreise Geldern, Moers, Kleve und Rees wurde am 9. September 1946 in Kevelaer abgehalten. Auf dieser Tagung wurde die 1.Bundesmeister der vielen historischen Bruderschaften des Kreises Geldern und Rees gewählt. Für den Kreis Geldern war dies Theodor Schmetter von Issum und für den Kreis Rees war dies Heinrich Boers von Bislich. Der Diözesanpräses aus Aachen, Propst Oehmen verfasste ein wertvolles Memorandum für Kardinal Frings aus Köln über die kirchliche Einstellung der Schützenbruderschaften am Niederrhein. Ferner beschlossen die Delegierten auf der Delegiertentagung in Kevelaer, die Erzbruderschaft vom hl. Sebastianus für 1947 wieder zu einer Wallfahrt nach Kevelaer aufzurufen. Bei der Wallfahrt unter Führung des gesamten Präsidiums des Zentralverbandes waren ca. 8000 Schützenbrüder nach Kevelaer gekommen. 

Auch in Oldenburg und Münster regten sich die Schützenbruderschaften und schlossen sich zu Verbänden zusammen.

Am 12. Juni 1947 gibt der Generalpräses Dr. Peter Louis im Auftrage der Militär-Regierung in Düsseldorf ( Mr. Murphy, Relegious- Affair-Offizier, Militär-Goverment Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf) bekannt, allen 1800 historischen, kath. Schützenbruderschaften mitzuteilen, dass sie nicht unter das Verbot der Schützenvereine und Bürger-Schützengesellschaften fallen. Sie müssen einem Diözesanverband angehören. Die Schützenbruderschaften sind also ausdrücklich genehmigt und in ihrem bisherigen Auftreten frei.

Am 1. August 1948 fand unter oberster Führung der deutschen historischen Schützenbruderschaften die erste Diözesankundgebung des Diözesanverbandes Münster mit der traditionellen Wallfahrt nach Kevelaer statt. Anschließend wurde der 1. Delegiertentag des Diözesanverbandes Münster abgehalten. Die Einladung erfolgte durch den Diözesanpräses Pfarrer Theodor Höping aus Münster und den Bundesmeister Schmetter aus Issum Kreis Geldern.

Die 2. Delegiertenversammlung des Bistums Münster wurde am 3. Oktober 1948 in Kevelaer abgehalten. Hier wurden sie von dem neuen Diözesanpräses Pfarrer Hubert Grosse- Osterholt aus Sevelen begrüßt. Pfarrer Hubert Grosse- Osterholt war für den zurückgetretenen langjährigen Diözesanpräses Pfarrer Theodor Höping aus Münster vom Bischof Dr. Michael Keller zum Diözesanpräses für die Diözese Münster ernannt worden.

Der Vorsitzende legte das Diözesanstatut für den Vorstand im Bistum Münster vor, das einstimmig angenommen wurde. Die Wahl eines Diözesan-Bundesmeister wurde verschoben, um vorerst Fühlung mit den Schützenbruderschaften der Stadt Münster und des Münsterlandes zu nehmen. 

Erst 1950 wurde auf einer Delegiertenversammlung der Diözesan-Bundesmeister Bernhard Feja aus Münster von den Delegierten aus dem Niederrhein und Münster gewählt. Dieses Amt hatte er bis 1954 inne. Der Anschluss des Dz-Verbandes Münster an den Zentralverband der Historischen Deutschen Schützenbundes erfolgte 1951.

1953 fand das 1. Bundeskönigschießen  nach den 2. Weltkrieg mit den Diözesen Köln, Aachen, Trier, Münster und Paderborn in Köln statt. Für den zurückgetretenen Dz.-Bundesmeister Bernhard Feja wurde 1954 Theo Rüschhoff aus Telgte, Bezirk Warendorf, zum Dz.-Bundesmeister gewählt. Der neue Dz.-Präses Dechant Rogmans aus Emmerich und Dz.-Bundesmeister Th. Rüschhoff sie verstanden es das 2. Bundeskönigschießen nach Münster zu holen.

Im Dezember 1955 kamen die Bruderschaftsmeister der Bruderschaften der Diözese Münster zu einer wichtigen Besprechung zusammen, die dadurch besondere Bedeutung erhielt, dass auch Vertreter des Zentralverbandes der HDSB von Leverkusen angereist waren. Dz.-Bundesmeister Theo Rüschhoff eröffnete die Arbeitstagung, wobei er ausführte, dass der Bruderschaftsarbeit im Münsterland in dieser Zusammenkunft unbedingt ein reales Fundament geschaffen werden müsse, um die noch nicht abgeschlossenen Schützenbruderschaften und historischen Gilden im Gebiet von Recklinghausen, Bocholt, Borken, Rheine Warendorf, Beckum und Lüdinghausen erfassen zu können und in dem Verbandsorgan, dem Schützenbruder ein auch das Münsterland umschließendes Band zu schaffen, woran es bisher zu sehr gefehlt habe. 

Am 9.01.1959 hatte Dz.-Bundesmeister Th. Rüschhoff zu einer Arbeitstagung ins Kolpinghaus nach Münster eingeladen. Eine starke Beteiligung der Delegierten aus allen Bezirken der Diözese , sowie die Anwesenheit des Hochmeisters Graf von Galen und Dz.-Beauftragten des Bischofs, Dompropst Echelmeyer, Propst Uppenkamp, Stadtdechant Vennemann und Direktor K.Th. Koerner vom Zentralverband unterstrichen auch, wie wichtig diese Begegnung in fruchtbarem Gedankenaustausch auch ein gemeinsames Anliegen der Schützen war.

Bis 1963 konnte Th. Rüschhoff das Amt des Dz.-Bundesmeisters ausüben. Zum Nachfolger  wurde Dr. Arnhold Kleine  vom Bruderrat des Dz.-Verbandes gewählt.

Bei einer Neugliederung 1963 wurde der Dz.-Verband Münster des Bundes der historischen Deutschen Schützen in die drei heutigen bestehenden Landesbezirke Niederrhein, Münster-Münsterland und Südoldenburg-Hümmling gegründet.

Mitbegründer des Dz.-Verbandes Münster 1948-1950 sind Bernhard Feja, Willi Knop, Clemens Kaltmeier, Dr. Franz Wiemer, Theo Rüschhoff, Anton Lülf, Willi Bosse, Bernhard Langkamp und Johann Kresken.1954 Neugründung des Diözesanverbandes Münster.

Diözesanbundesmeister:

1. 

Diözesanbundesmeister 1950 - 1954 Bernhard Feja
2. Diözesanbundesmeister 1954 - 1963  Theodor Rüschhoff
3. Diözesanbundesmeister 1963 - 1975  Dr.Arnhold Kleine
4. Diözesanbundesmeister 1975 - 1984  Willi Knop
5. Diözesanbundesmeister 1984 - 1992  Willi Oberstadt
6. Diözesanbundesmeister 1992 - 1998  Karl Heinz Reckfort
7.  Diözesanbundesmeister 1998 - 2005 Helmut Langenkamp
8. Diözesanbundesmeister 2005 - 2006  Franz-Josef Bücker 
9. Diözesanbundesmeister 2006 - 2014 Peter Heeß 
10. Diözesanbundesmeister 2014 - 2015 Peter Bullmann
11. Diözesanbundesmeister seit 2015 Bernard Heitkamp


Diözesanpräses:

1. 

Diözesanpräses 1948 - 1952 Pfarrer Grosse Osterholt
2. Diözesanpräses 1952 - 1968  Dechant Rogmans
3. Diözesanpräses 1968 - 1971 Pater Ludwig Ortmeyer
4. Diözesanpräses 1971 - 1974 Pater Arnold Borgerding
5. Diözesanpräses 1974 - 1979 Pater Dr. Wilhelm Hanke
6. Diözesanpräses 1979 - 1980 Dr. W. Thissen
7.  Diözesanpräses 1980 - 1986 Propst Fleuth
8. Diözesanpräses 1986 - 1996 Pfarrer Norbert Ramers
9. Diözesanpräses 1996 - 2011 Theodor Hoffacker
10. Diözesanpräses seit 2011 Günther Lube

Diözesanschießmeister:

1. 

Diözesanschießmeister 1954 - 1968 Hans Holle
2. Diözesanschießmeister 1968 - 1975 August Günnewig
3. Diözesanschießmeister 1975 - 1976 Josef Klostermann
4. Diözesanschießmeister 1976 - 1999 Bernhard Freise
5. Diözesanschießmeister 1999 - 2014 Detlev Rieck 
6. Diözesanschießmeister seit 2014 Sven Boenicke

Vereins-/ Verbandsstruktur

Der Dz.-Verband Münster ist eine Vereinigung von Schützenbruderschaften, Gilden und Vereinen, die sich zu den Grundsätzen und Zielen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften verpflichten.

Er besteht aus den Landesbezirken Niederrhein, Münster, Oldenburg-Münsterland- Hümmling. Dem Diözesanverband angegliedert ist der BdSJ.  

Mitglieder des Dz.-Verbandes sind über ihre Bezirks-Verbände –Mitglied im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften.

Die Zugehörigkeit zum Diözesanverband entstehen mit der Aufnahme über den Bezirksverband - Landesbezirks-Verband in den Bundesverband. Diese allerdings erfolgt nur nach Zustimmung des Bezirks, Landesbezirksverbandes bzw. Diözesanverbandes.

Es gibt also keine Mitgliedschaft von Einzelpersonen. Mitglied kann nur eine komplette Vereinigung werden.

Auf Vorschlag des Diözesanbundesmeister Dr. Kleine wurde auf der Delgiertenversammlung am 28.10.1967 in Münster  beschlossen, dass der Diözesanverband Münster neu organisiert wird. Es wurde eine Kommision aus allen Landesbezirken gewählt. Zu ihr gehörten aus den Bezirk Münster, Bernhard Waltermann, Münster- Amelsbüren und Dr. Espenkotte, Münster, - Bezirk Niederrhein Heinrich Börs, Bislich und Heinrich von der Braak, Kevelaer, Bezirk Oldenburg Franz Windeler, Vechta und Herr Deeken an.

Landesbezirksverband Münster

Die erste Versammlung des Landesbezirksverband Münster fand am 19 September 1969  im „Zwei- Löwen-Klub“, Münster statt. Sie wurde von den Diözesanbundesmeister Dr. Kleine und stellvertr. Diözesan- u. Landesbezirksbundesmeister Josef Gerke, St. Mauritz einberufen. Am 17.10.1970 wurde Willi Knop  von der Bruderschaft St. Johanni , Münster zum Landesbezirksbundesmeister und zum stellv. Diözesanbundesmeister vom Landesbezirksbruderrat einstimmig gewählt.  Dem ersten Landesbezirksvorstand gehören außerdem: Landesbezirkspräsens Pfarrer Aloys Hegemann, Münster Landesbezirksschießmeister Fritz Schräer von der Bruderschaft St. Wilhelmi, Münster-Kinderhaus, Landesbezirksjungschützenmeister Hans VarnhagenMünster, Landesbezirksschatzmeister Klaus Wolters von der Bruderschaft Lamberti Hansa, Landesbezirksgeschäftsführer Wilhelm Oberstadt von der Bruderschaft St. Wilhelmi Münster-Kinderhaus und Diözesanpressereferent Paul Hörst, Münster an.

Das erste Landesbezirkskönigsschießen fand am 27.08.1972  auf der neuen Schießanlage in Greven- Reckenfeld, Bezirk Steinfurt, statt. Erster Landesbezirkskönig wurde Karl Termöllen von der Bruderschaft St. Hubertus Reckenfeld. 

Zum Lbz.-Verband Münster gehören 8 Bezirksverbänd mit 42 Bruderschaften 

Landesbezirksbundesmeister:

1969 - 1976 Willi Knop St. Johanni Münster
1976 - 1985 Wilhelm Oberstadt St. Wilhelmi Münster-Kinderhaus
1985 - 1995 Ludger Buller St. Antonius Beerlage-Coesfeld 
1995 - 2005 Kurt Göcking St. Wilhelmi Münster-Kinderhaus
seit 2005 Werner Aselmann St. Johanni Münster

Landesbezirksschießmeister:

1974 - 1976 Bernhard Freise St. Josef Münster-Kinderhaus
1976 - 2010 Rudi Hirsch St. Anna Telgte
seit 2010 Andreas Vosskötter St. Anna Telgte

Landesbezirksjungschützenmeister:

1969 - 1974 Hans Varnhagen Stift St. Mauritz
1975 - 1979 Fritz Schräer St. Wilhelmi Münster-Kinderhaus
1980 - 1995 Manfred Niemann St. Lamberti Münster-Mecklenbeck
1995 - 2005 Heinz Dütting  St. Antonius Coesfeld
2005 - 2010 Matthias Hörster St. Hubertus Harsewinkel
2010 - 2014 Peter Georg Gierse Lamberti Hansa
seit 2015 Tim Winking St. Otgerus Stadtlohn

Landebezirksschatzmeister:

1969 - 1998 Klaus Wohlers St. Lamberti-Hansa Münster
1998 - 2005  Werner Aselmann St. Johanni Münster
seit 2005 Michael Kellers Liebfrauen-Überwasser

Landesbezirksgeschäftsführer:

1969 - 1985 Wilhelm Oberstadt   St. Wilhelmi Münster-Kinderhaus
1985 - 2010 Horst Klose St. Johanni Münster
seit 2010 Gisela Sonnabend  St. Anna Telgte


Landesbezirkspressereferent:

1969 - 1991 Paul Hörst Heilig Geist Münster
1991 - 1999 Franz-Josef Gähr  St. Josef Münster-Gelmer
1999 - 2003  Herbert Hüning St. Sebastian Münster-Nieberge
2003 - 2006 Dirk Niehaus St. Johanni Münster
2006 - 2014 Torben Weinem St. Wilhelmi Kinderhaus
seit 2014 Michael Kellers St. Wilhelmi Kinderhaus

 

Ehrenmitglieder des Landesbezirksverbandes Münster:

seit 2005 Ehren-Landesbezirksbundesmeister Kurz Göcking St. Wilhelmi Kinderhaus
seit 2010 Ehren-Landesbezirksgeschäftsführer Horst Klose St. Johanni Münster
seit 2010 Ehren-Landesbezirksschießmeister Rudi Hirsch St. Anna Telgte

 

Landesbezirksverband Niederrhein

Am Samstag, 29.März 1969 fand in Xanten am Niederrhein eine Diözesan-Delgiertenversammlung statt. Auf der Tagesordnung stand die Beschlussfassung über die neuen Änderung der Rahmensatzung sowie die Wahlen, die durch die Änderung erforderlich werden.

Schon 1959 gab es eine Arbeitsgemeinschaft Niederrhein aus die 1969 der Landbezirksverband Niederrhein wurde. Dieser Landesbezirk erstreckt sich von der niederländischen Grenze bei Elten, Krankenburg, Straelen bis nach Kamp-Lintfort.

Heute besteht der Landesbezirksverband aus Sieben Bezirksverbänden:

Geldern                               26 Bruderschaften 3.473 Mitgliedern
Kevelaer 22 Bruderschaften  2.086 Mitgliedern
Kleve 22 Bruderschaften  3.158 Mitgliedern
Moers 33 Bruderschaften  5. 154 Mitglieder
Rees 20 Bruderschaften  7.070 Mitgliedern
Strahlen 10 Bruderschaften  1. 500 Mitgliedern
Wachtendonk 5 Bruderschaften  732 Mitgliedern

Der erste Landesbezirkbundesmeister war Matthias Kleinmanns. Zu Beginn des Jahres 1970 wurde in allen Bezirken die Neuwahl der Bundesmeister durchgeführt. Zum Landesbezirkbundesmeister wurde Theo Coenen gewählt. Der amtierende Landesbezirksbundesmeister ist Helmut van den Berg. 

                    

Landesbezirksverband Oldenburg-Münster/ Hümmling

Der Landesbezirksverband ist hervorgegangen aus dem Bezirksverband Südoldenburg der im Jahre1935 im Hotel „Drei Kronen“ in Vechta von Generalpräses Dr. Louis gegründet wurde. Der erste Bundesmeister war Franz Windeler der dieses Amt 33 Jahre inne hatte. 1963 löste Kaplan Wilhelm Möller den Landesbezirkspräsens Franz Quatmann ab.

Der damalige Bezirksverband Südoldenburg – Hümmling wurde 1966 unterteilt in drei Bezirke Cloppenburg, Vechta und Hümmling.

Bei der Neugliederung im Jahre 1969 wurde der Diözesanverband Münster in drei heutigen Landesbezirke aufgeteilt. Für den Landesbezirksverband Südoldenburg-Hümmling wurde mit dieser Neugliederung 1968 Wilhelm Kreuzmann aus Peheim neuer Landesbezirksbundesmeister. Der heutige Name des Landesbezirksverbandes ist Oldenburg-Münsterland/Hümmling. Ihm gehören 24 Schützenbruderschaften und Gilden an.

1975 wurde Ewald Hüsing neuer Landesbezirksbundesmeister. Zwei Jahre später trat eine neue Geschäftsordnung des Lbz. In Kraft und seitdem gehören die Bezirksschießmeister und die Bezirksjungschützenmeister zum Landesbezirksbruderrat. Neuer Landesbezirkspräsens wurde im Jahr 1981 Pfarrer Heinrich Rießelmann aus Langförden und im gleichen Jahr konnte eine Standarte für die Jung- und Altschützen des Landesbezirks angeschafft werden.

1994 wurde Heinz Wilken aus Varrelbusch neuer Landesbezirksbundesmeister. Seit dem Jahr   1997 übt Pfarrer Martin Knipper aus Goldenstedt das Amt des Landesbezirkspräsens aus. Im Jahr 1999 verabschiedete die Haupttagung in Garrel/Beverbruch schließlichdie Namensänderung des Landesbezirksverbandes in den jetzigen  „Landesbezirksverband Oldenburger Münsterland/ Hümmling“.

 

Jugendorganisation des Schützenbundes ( BdSJ ) = Bund der St. Sebastianus Schützenjugend

Der BdSJ ist eine selbständige Jugendorganisation des BDHDS = ( Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften.) Sie wurde 1963 gegründet und dem Diözesanverband Münster angegliedert. Dieser inzwischen als gemeinnützig anerkannte Bund der Sebastianus Schützenjugend Diözesanverband Münster e.V. (BdSJ) ist ebenso wie der BDHDS in drei Landesbezirke gegliedert.

Zu Ihm gehören im Jubiläumsjahr gut 9000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 6 – 24 Jahren.

In den 50 Jahren seines Bestehens haben ihm folgende Diözesanjungschützenmeister vorgestanden:

1963 - 1974 Helmut Heinrichs Duisburg – Homberg
1975 - 1979 Kurt Rauffeisen Geldern 
1980 - 1982 Wilfried Jansen Münster
1983 - 1984 Wolfgang Gritzka  Vechta – Hagen
1985 - 2000 Werner Reich Emmerich
2001 - 2005 Kunibert Kellermann Markhausen
2006 - 2014 Franz-Josef Wellmanns  Kleve-Reichswalde
2014 - 5/2016 Mike Ueffing St. Josef Haldern
6/2016 - komm. Franz-Josef Wellmanns Kleve-Reichswalde

Der zur Zeit amtierende Diözesanjungschützenmeister Franz-Josef Wellmanns von der St. Hubertus Schützenbruderschaft Reichswalde hat sein Amt am 01.01.2006 angetreten.

Neben Franz-Josef Wellmanns gehören folgende Personen zum Diözesanverband des BdSJ:

Theo van Dornink aus Elten (Diözesanpräses),

André Heinze von der St. Katharina Schützenbruderschaft Horstmar (stellv. Diözesanjungschützenmeister),

Carsten Feder von der St. Gorgonius Schützenbruderschaft Arkeburg (Diözesanschatzmeister),

Hubert Garwels von der St. Hubertus Schützenbruderschaft Ermke (Diözesangeschäftsführer),

Gabi Wellmanns von der St. Hubertus Schützenbruderschaft Reichswalde (Diözesanfahnenschwenkermeister),

Tim Winking und Carsten Levers (Vertreter des Landesbezirksverbandes Münster),

Christian Lyven und Erika Boland (Vertreter des Landesbezirksverbandes Niederrhein),

Maria Willoh-Markus und Edeltraud Garwels (Vetreter des Landesverbandes Oldenburg-Münsterland-Hümmling),

Dennis Schmidt von der St. Irmgardis Schützenbruderschaft Esserden (Diözesanpressereferent),

Anna Bagert aus Münster (Hauptamtliche Diözesanbildungsreferentin),

Bernard Heitkamp von der St. Paulus Schützenbruderschaft Emstek (Diözesanbundesmeister),

Sven Boenicke von der St. Johannes Schützenbruderschaft Markhausen (Diözesanschießmeister).

 

Diözesanbruderrat

Die Bruderschaften bilden Bezirksverbände. Die Bezirksverbände schließen sich zu einem Landesbezirk zusammen. Die Bz.-Verbände im Dz.-Verband bilden mit dem Dz.-Vorstand den Dz.-Bruderrat. Dieser ist zuständig für die Wahl des Dz.-Vorstandes und der Vertreter für die Gremien des Bundesverbandes. Er berät und unterstützt den Dz.-Vorstand bei der Leitung des Dz.-Verbandes.

Delegiertenversammlung

Die Mitgliederversammlung des Dz.-Verbandes ist die „ Delegiertenversammlung“, die aus den Brudermeistern, Präsidenten, Chefs etc. der Bruderschaften der Landesbezirksverbände bestehen. Hat eine Bruderschaft mehr als 100 Mitglieder, so hat sie für jedes weitere 100. Mitglied einen zusätzlichen Delegierten in der Delegiertenversammlung. Dem Dz.-Verband gehören zur Zeit 199 Bruderschaften an. Die Mitgliederversammlung ist zuständig für die Entgegennahme der Berichte des Vorstandes, des Bruderrates sowie der Kassen- und Rechnungsprüfer. Die Entlastung des Vorstandes, die Festsetzung des Mitgliederbeitrages bzw. der Umlage, die Beschlussfassung zur Änderung der Satzung, die Ernennung von Ehrenmitgliedern sowie die Wahl der Kassen- und Rechnungsprüfer gehören ebenfalls zu den Aufgaben der Delegiertenversammlung.